Oper ohne Ehrfurcht

Oper = Meisterwerk? Nein! Manche Opern stehen seit ewigen Zeiten auf dem Spielplan, obwohl längst eher der Kanon als das Werk selbst ihre Existenz rechtfertigt. Andere wirken vollkommen absurd und entfalten im Theater trotzdem Saison für Saison eine überwältigende Kraft.
Über genau solche Widersprüche streiten Larissa Schütz und Daniel Url seit Jahren. Mit „Oper ohne Ehrfurcht“ machen die Kulturjournalistin und Musikkritikerin und der Operndramaturg und Stimmexperte diese Gespräche jetzt öffentlich.
Es geht um musikalische Größe, dramaturgische Schwächen, überbewertete Stimmen, kluge Inszenierungen und die Mechanismen eines Betriebs, den beide gerade deshalb lieben, weil er so widersprüchlich, irrational und manchmal vollkommen verrückt ist.
Ein Podcast für Menschen, die Oper nicht erklärt bekommen wollen, sondern eingeordnet, und für alle, die nach der Vorstellung noch weiterdiskutieren möchten.

Oper ohne Ehrfurcht

Neueste Episoden

Il Viaggio a Reims - Werk ohne Handlung

Il Viaggio a Reims - Werk ohne Handlung

29m 50s

Wir fangen direkt dort an, wo man eigentlich nicht anfangen sollte: bei einem Werk, das keine Handlung hat.
Il viaggio a Reims von Gioachino Rossini, zu sehen gerade bei den Salzburger Pfingstfestspielen 2026 in der Regie von Barrie Kosky, ist der perfekte Aufhänger für alles, wofür dieser Podcast steht. Ein Sängerschaufenster aus dem Jahr 1825, geschrieben zur Krönung Karls X., jahrzehntelang verschollen, in den 70ern von Abbado wiederentdeckt und heute von der Staatsoper bis zum Landestheater ein echter Dauerbrenner. Aber warum eigentlich?
Larissa und Daniel nehmen das Werk auseinander: Passiert drei Stunden wirklich gar nichts? (Spoiler: Die Pferde sind weg.)...